Wie wirklich ist die Wirklichkeit

Was ist noch echt in der Virtual Reality?

Ist es dir möglich, in dein Innerstes zu finden, wenn die Welt um dich herum immer lauter wird?

Diese Frage beschäftigt mich natürlich stetig, wenn ich als Medialer Energetiker versuche, Menschen in ihre Mitte zu bringen und auch Leute auszubilden, damit sie selber die feinstofflichen Ebenen der Wirklichkeit wahrnehmen lernen.

Virtuelle Realität

Ich habe kürzlich zum ersten Mal eine gute Stunde in der Virtual Reality verbracht. Die Technik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass VR bald die heimischen Wohnzimmer erobern wird.Während meiner Reise tauchte ich in einem Haikäfig tief unter Wasser, nahm an einem Raub in London teil und erforschte als Alien fremde Welten.

Wunderwerk

Ausgestattet mit der VR-Brille der Playstation 4 und Kopfhörern versetzte es mich in großes Staunen, wie leicht sich mein Gehirn austricksen lässt. Natürlich wusste ich ganz bewusst, dass ich in meinem Wohnzimmer saß, auf der anderen Seite erblickte ich rund um mich herum Wasser, als ich in der VR-Welt tiefer und tiefer in das Spielerlebnis gezogen wurde. Nach einiger Zeit, als im Spielverlauf der „schützende Haikäfig“ tatsächlich einer Haiattacke ausgesetzt wurde und die „Enge“ des Käfigs durch den Hai demontiert worden war, sah ich mich inmitten eines scheinbar unendlichen Ozeans mit einer tödlichen Bedrohung, die mich umkreiste, konfrontiert. Es war ein durchaus intensives Spielerlebnis.

Gangster

In einer anderen VR-Episode, die eher Shooter und action-lastig ausgelegt ist, erlebte ich mich als Teil eines Einbruchs und einer Autoverfolgungsjagd, in welcher es nötig ist, auf Verfolger zu schießen.Ich konnte mich aus dem virtuellen Autofenster lehnen, auf andere Autos schießen und erlebte mich als Teil einer Actionszene, wie man sie nur aus dem Kino kennt. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, habe ich immer noch den Eindruck, dass ich in diesem Wagen gesessen bin.

Kino als Eskapismus

Wenn du mich kennst, dann weißt du, dass ich Filme liebe! Ich liebe das Kino, die Magie, für zwei Stunden in eine andere Welt und eine andere Geschichte eintauchen zu können. Für mich ist ein solcher Film, wenn er gut gemacht ist, fast wie eine Meditation. Lange vor dem Kino entdeckte ich die Welten in den Büchern, schon als Kind faszinierten mich die Bilder in meinem Märchenbuch und auch in der Kinderbibel (diese Bilder waren quasi mein erster Kontakt mit der Religion und Spiritualität).

Mein Leitsatz war stets: „Im Kino kannst du für

zwei Stundendeinem Alltag entkommen, ganz ohne Drogen

oderAlkohol! Was Besseres gibt es nicht!“

Fasching

In der Faschingszeit hast du auch die Möglichkeit, dich zu verkleiden, raus aus deinem Alltag zu kommen, einen Abend einmal richtig ausgelassen zu feiern und in andere Rollen zu schlüpfen. Gleich einem Kind, das Polizist oder Prinzessin spielt, kehrt für kurze Zeit über die Verkleidung eine andere Realität in dein Leben ein, welche dann nach einigen Stunden wieder verschwindet.

Im Fasching bist du wirklich verkleidet und triffst dich mit anderen Menschen, um zu feiern. Im Kino erlebst du mit anderen Menschen gemeinsam ein Liebesdrama, eine Komödie oder einen Thriller, das gemeinsame Erlebnis, die gemeinsamen Gefühle intensivieren dein Filmerlebnis.

Virtuelle Freunde

Es gibt genug Skeptiker, die sich gegen die Digitalisierung unserer Welt aussprechen. Denn mit Facebook & Co haben wir im Prinzip eine virtuelle Scheinwirklichkeit geschaffen. Einen „Pressebericht“ für unser Leben: Das finde ich zurzeit gut, darüber bin ich traurig und du bist mein bester Freund LOL! Heute habe ich dieses Gericht zu Mittag gegessen. An diesem Bericht über dein Leben nehmen nun deinen „Freunde“ teil, indem sie es liken oder kurz kommentieren. Die Illusion einer Gemeinschaft im Internet ist entstanden.

Mehr und mehr versuchen YouTube und Facebook die Menschen zu unterhalten, das Fernsehen, mit dem ich aufgewachsen bin, hat bereits seinen Zenit überschritten.Die Art wie wir fernsehen wird immer mehr zu einem selbst gewählten Programm, in dem der Konsument die Serien genießt, die er möchte, wann und wo auch immer, befreit vom Zwang um 18.30 Uhr die Folge der Lieblingsserie ja nicht zu verpassen.

Der Krieg als Videospiel

Wenn ich heute Kriegsberichte sehe, dann ähneln diese mehr einem Videospiel, wenn unbemannte Drohnen irgendwo auf der Welt Raketen auf die „bösen“ Menschen schießen. Ganz anderes wirken jedoch Dokumentationen, die die Soldaten in ihrem Kriegseinsatz begleiten. Sie zeigen den Tod, die Verwirrung und die Absurdität der Welt, in der wir alle Leben. Spiele wie die „Call of Duty“-Reihe erlauben dem Spieler, das Erlebnis eines Söldners oder auch Soldaten zu haben, eingebettet in einer Hollywood-Blockbuster-Umgebung.

Ich hebe nicht den moralischen Zeigefinger, denn ich finde, jeder Erwachsene (!) soll sich aussuchen, wie er seine Freizeit verbringt. Ich halte diese Spiele jedoch für Jugendliche völlig ungeeignet.

Virtual-Reality-Erfahrungen

Nun ist es also soweit: Ich kann in meinem Wohnzimmer in eine völlig andere Welt eintauchen. Nach einer guten Stunde in der VR bemerke ich als erstes, dass mir die Farben in meinem Wohnzimmer etwas matter vorkommen. Alles scheint etwas stumpfer zu wirken, als hätte sich ein Schleier vor meine Augen gezogen.

Natürlich war alles mit meinen Augen in Ordnung, sie hatten sich nur an die intensiven, leuchtenden Farben der VR gewöhnt. Etwas erschöpft (es war auch schon spät am Abend), ging ich dann ins Bett.

Nachgedanken

Zuerst war ich von der Technik begeistert, von der Möglichkeit, eine Illusion so perfekt zu erschaffen, dass es fast schon wie im Film „Total Recall“ mit Arnold Schwarzenegger wirkt.

Heute früh, während ich diesen Artikel verfasse, fühlt sich mein Kopf leicht „wattig“-benommen an, als hätte ich Alkohol getrunken. Es ist kein Kopfschmerz, mehr ein dumpfes Gefühl. Und noch vor meinem ersten Kaffee (mein erster Weg führt mich immer in die Küche, um die Kaffeemaschine einzuschalten) hatte ich den Gedanken, ich könnte ja schnell einmal die VR Brille aufsetzen und ein anderes Spiel probieren.

Auch während ich diesen Artikel schreibe, fühlt sich dieser Gedanke unheimlich reizvoll an, einfach noch mehr in diese virtuellen Welten eintauchen zu können.

Gehirnsalat

Meine Schlussfolgerung ist – ohne ein Wissenschaftler zu sein –, dass mein Gehirn einen solchen Kick bekommen hat, als wäre ich auf einem Drogentrip gewesen. Ungefähr so fühlt es sich momentan an.Die Realität wirkt etwas blasser und die unentdeckten Möglichkeiten der neuen Technik locken mich! Ich könnte Raumschiff-Pilot sein, Zombiejäger oder einfach als Adler fliegen! Wie wundervoll verlockend das alles klingt!

Energetisch-philosophische Gedanken

Es ist mir dank der Technik möglich, jederzeit aus meinem Leben in eine virtuelle Realität einzutauchen. Nun versteh mich bitte nicht falsch! Ich liebe dieses Leben und all die Erfahrungen, die ich auf dieser wunderbaren Welt machen darf! Ich bin weder depressiv, noch hatte ich je ein Suchtproblem. Aber zum ersten Mal sagt mir mein Gehirn: „Gib mir mehr davon!“ und das finde ich äußerst bedenklich.

Es geht weit über die Freude eines neuen

Spielzeugs hinaus, es ist die Lust nach einer Erfahrung.

Vielleicht ändert sich das, wenn man sich mehr an die VR gewöhnt hat, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich überhaupt daran gewöhnen möchte. Zum ersten Mal sehe ich mich einer frei verkäuflichen Technik gegenüber, die – nach meinem Gefühl – unglaublich schnell süchtig machen kann. Ob das ein Schritt in die richtige Richtung ist, bleibt abzuwarten.

Möglichkeiten

Dennoch sehe ich in der VR-Möglichkeiten, älteren Menschen oder auch Menschen mit körperlicher Einschränkung ein Erlebnis zu geben, in dem sie sich frei bewegen können, oder Orte ihrer Kindheit wieder aufsuchen können. Auch in der Medizin kann ich mir vorstellen, dass ein Operateur, der an feinen Gefäßen arbeitet, diese in der VR dargestellt bekommt und so Operationen in einem anderen Größenmaßstab durchführen kann. Vom Üben mancher Eingriffe ganz zu schweigen.

Ghost in the Shell

Skeptiker und Atheisten sehen Gott als einen großen imaginären Freund, sehen Religion nur als Verursacher unzähliger Grausamkeiten und Kriege. Der Blick eines Skeptikers ist also: Wir haben Gott als Erklärungsmodell erfunden, bevor wir wissenschaftliches Denken entwickeln konnten.

Aber warum hat die Wissenschaft Gott noch nicht

widerlegen können? Wo ist die Grenze unseres Verstandes?

Und wenn wir Gott nun erfunden haben,

erfinden wir dann auch in VR neue Götter?

Zum Abschluss

Ich finde, dass die neue Technik nur in sehr kleinen Dosen genützt werden sollte, nicht länger als 40 Minuten am Tag. Stundenlanges Zocken in der VR halte ich für äußerst bedenklich.

Bevor man sich in die VR begibt, sollte jeder Mensch sich gut mit seinem Inneren auseinandergesetzt haben. Denn wenn du in dir selber noch kein Zentrum gefunden hast und stets weiter in der Welt herumirrst, um dich zu finden, dann wird die VR für dich zu einer großen Gefahr. Eine Gefahr, die bis jetzt nur von schnell süchtig machenden Drogen ausgegangen ist.

Eine lange Reise

Nun bin ich also Zeuge dieser unglaublichen Reise der Unterhaltung geworden: Vom Bilderbuch zum Fernsehprogramm, vom Fernsehprogramm zum Kino und vom Kino zum Heimkino (VHS/DVD usw.). Darauf folgte die Entwicklung der Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime und nun der (vorläufige) Höhepunkt: die VR!

Da frage ich mich doch, ist unser Leben wirklich so leer, schlicht und öde, dass wir ein solches Erlebnis brauchen? Wie wird wohl eine Generation aussehen, die eine solche Technik in die Wiege gelegt bekommt? Welche neuen Erkrankungen erwarten uns in der Zukunft?

Auf der anderen Seite habe ich großes Vertrauen in uns Menschen. Wir haben die Atombombe geschaffen und haben großen Respekt vor dieser Technik. Die Atomtechnologie hat eine ganz neue Ära in unserer Geschichte ausgelöst.

Ich wünsche mir, dass die VR nicht zu einer Atombombe für unser Bewusstsein wird. Selbst wenn es Opfer dieser Technologie geben wird, so vertraue ich darauf, dass es auf der anderen Seite eine Bewegung hin zur Wirklichkeit gibt, die hinter all das Glitzern der Technologie blicken wird und sich wieder auf das Wesentliche besinnt: die eigene Wirklichkeit!

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